Rezension: Dragon – Love Is a Scary Tale

Manchmal stolpert man auch bei Filmen über kleine Schätze. Und dieser ist eindeutig ein Juwel das zeigt, dass auch fernab vom Hollywoodglanz, ganz großes Kino möglich ist.
Allerdings nur für diejenigen die auf Liebesschnulzen stehen. 🙂

Kurzbeschreibung:
Ein ebenso spannender wie märchenhafter Fantasyfilm im mittelalterlichen „Game of Thrones“-Look! Produziert wurde das beeindruckende Spektakel von Timur Bekmambetov, der sich als Macher von Filmen wie „Wanted“, „Unknown User“ und der „Wächter“-Trilogie einen Namen gemacht hat.

Am Tag ihrer Hochzeit wird die wunderschöne Miroslava gewaltsam von einem Drachen entführt und auf eine einsame Insel verschleppt. Doch statt sie zu töten, verschwindet das Ungeheuer und lässt die junge Frau verängstigt zurück. Als Miroslava die karge Insel erkundet, trifft sie auf Arman, der scheinbar seit Jahren alleine auf dem Eiland lebt. Schnell wird ihr klar, dass Arman ein dunkles Geheimnis verbirgt, und dennoch fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Während die beiden sich vorsichtig näherkommen, macht sich Igor, Enkel eines legendären Drachentöters, auf die Suche nach seiner Verlobten…

Eckdaten:
FSK:
Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Splendid Film/WVG
Erscheinungstermin: 29. Juli 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 107 Minuten

Trailer:


Cover
Vorab, es gibt drei Versionen des Covers. Warum auch immer …

Cover_Dragon

Hierbei muss ich zugeben, dass mir nur das Cover von Amazon Video gefällt. Es spiegelt etwas von der Emotion wieder, welche den Film ausmachen und zeigt die drei wichtigsten Elemente: Den Drachen, sowie Mira und Arman.

Die Blu-Ray- und DVD-Covern finde ich etwas nichtssagend. Es gibt so viele  schlechte Fantasyverfilmungen die einen seitens der Dialoge und Kostüme schaudernd abschalten lassen. Und genau daran denke ich bei den Blu-Ray- und DVD-Covern. Gerade mit der Kurzbeschreibung hätte es mich eher vom Kauf abgehalten, als dazu animiert. Denn wir kennen alle die großartigen Ankündigungen vom „Game of Thrones“ oder „Herr der Ringe“-Look. Herauskommen schlecht animierte Drachen oder Fabelwesen, mieserable Schauspieler, stumpfe Dialoge und Kostüme von eBay. Alles Dinge die Auf den Film nicht zutreffen.

Meinung
Nachdem ich mir den Film angesehen habe, frage ich mich ernsthaft, ob die Person welche die Beschreibung verfasst hat, den Film wirklich gesehen hat. Ich glaube nicht …
Der Vergleich mit dem mittelalterlichen „Game of Thrones“-Look ist ein plumpes Fischen nach Käufern, dass dieser Film einfach nicht nötig hat. Denn er nimmt vom ersten Augenblick an gefangen und das durch seinen ganz eigenen Stil, großartige Bilder und einige sehr schöne Musikstücke.
Während GoT aber auch für Männer gut erträglich ist, halten diesen Film die wenigsten Vertreter des männlichen Geschlechts durch. – Was natürlich nur meine persönliche Meinung bzw. Erfahrung ist. Meine bessere Hälfte ist auf jeden Fall nach den ersten 30 min eingeschlafen, während ich langsam vor dem Fernseher dahinschmolz.  😀 Der Streifen ist  eindeutig ein Mädchen-/Frauenfilm!

Miroslava, die aber nur Mira genannt wird, ist eine Träumerin und am Anfang des Filmes noch sehr kindlich. Es ist schön zu sehen, wie sie im Laufe des Filmes erwachsen wird und wie sie durch ihre Hartnäckigkeit so manche Hürde nimmt. Sie ist eben ein kleiner Dickkopf, der immer wieder austesten muss, ob das auch wirklich nicht geht, ober ob man das wirklich nicht darf. Dennoch schafft sie es, die meiste Zeit des Films, trotz dieser Art, nicht zu nerven. Was bei solchen Eigenschaften für mich schnell der Fall ist.

Das dunkle Geheimnis von Arman, ist ja bereits beim Ansehen des Trailers keines mehr: Er ist ein Drache. Beiden Seiten stehen in ständigem Konflikt. Der Drache ist darauf aus Mira zu töten. Arman hingegen ist oftmals fast zu Sanft und versucht zu begreifen was es bedeutet ein Mensch zu sein und welche Gefühle Mira in ihm auslöst. Seine zwei Seiten befinden sich den ganzen Film hinweg in stetigem Kampf miteinander. Bis zum letzten Moment, ist man sich nicht ganz sicher welche Seite gewinnt.

Interessant finde ich, dass dieser Film davon lebt, dass die Hauptdarsteller sich NICHT berühren. Es gibt Szenen da sind die hin und herfliegenden Funken förmlich zu sehen und man spürt, wie gerne sie sich berühren würden. Genau dieser Konflikt, dass eine Beziehung unmöglich ist, fesselt und lässt mithoffen.

Fazit
Es gibt selten Filme, bei denen ich im Anschluss noch ein paar Minuten mit einem Lächeln dasitze und das Gefühl das er hinterlässt genieße. Dieser gehört eindeutig dazu.
Ein wirklich großartiger Film!

Empfehlung
Wenn du was fürs Herz suchst: Kaufen – Kaufen – Kaufen!

 

Rezension: Alles steht Kopf (Film)

Hallo ihr Lieben,
hier bin ich wieder. Dauermüde, aber gut gelaunt. Ok, meistens … Denn auch wenn ich vor der Schwangerschaft emotional, wie der eine oder andere Bayer sagen würde, »eine ziemlich harte Brezn« war, gehör das der Vergangenheit an. Jetzt fang ich an wie ein Wasserfall zu heulen, wenn ich im Radio was über einen Jungen höre, der taub geboren wurde, aber dank eines Implantates hören kann. Und dessen Oma gleich, nachdem die Taubheit bekannt wurde, in den nächsten Gebärdensprachenkurs gerannt ist.
Ich muss glaube ich nicht extra erwähnen, dass dieser kleine emotionale Aussetzer mein sorgfältig aufgetragenes Make-up ruiniert hat. Und ich innerhalb von 30 Sekunden aussah wie ein bekiffter Waschbär. So kann man den Tag doch gleich mal starten lassen …

Dieses ständige emotionale Durcheinander bringt mich direkt zum heutigen Thema:
„Alles steht Kopf“.Wer den Film schon gesehen hat, wird an dieser Stelle wahrscheinlich schmunzeln und sich vielleicht mit mir die Emotionen zusammen als kleine Party vorstellen, bei der »Freude« und »Kummer« locker das Tanzbein schwingen. Uns sich natürlich gerne einmal gegenseitig die Führung überlassen.
Wer den Film noch nicht gesehen hat: Mach es! 😀
Auch wenn der Pixarstreifen auf den ersten Blick als Kinderfilm getarnt ist und auch eine FSK „0“ Freigabe hat, sind die wahre Zielgruppe die Erwachsenen. Das ist wohl auch der Grund warum er 2015 ziemlich sang- und klanglos im Nirwana verschwand, bis er jetzt endlich auf DVD rauskam.

Beschreibung:
Im Hauptquartier, dem Kontrollzentrum im Kopf der elfjährigen Riley, leisten fünf Emotionen Schwerstarbeit: Angeführt von der optimistischen FREUDE, die Riley immer nur glücklich sehen möchte, sorgt sich ANGST ständig um Rileys Sicherheit, während WUT auf der Suche nach Gerechtigkeit bisweilen die Hutschnur platzt. Und die aufmerksame EKEL schützt den Teenager davor, sich zu vergiften – körperlich oder mental. Nur die unglückliche KUMMER weiß nicht so Recht, was ihre Aufgabe ist – nun ja, die anderen offensichtlich aber auch nicht. Als Rileys Familie eines Tages vom Land in eine fremde große Stadt zieht, sind die Emotionen gefragt, Riley durch die bislang schwerste Zeit ihres Lebens zu helfen. Aber als FREUDE und KUMMER durch ein Missgeschick tief im Gedächtnis des Mädchens verschwinden, liegt es an den anderen drei Emotionen, das Chaos in den Griff zu bekommen. Dummerweise haben FREUDE und KUMMER versehentlich wichtige Kernerinnerungen von Riley mitgenommen und müssen diese nun unbedingt ins Hauptquartier zurückbringen, wenn sie nicht für immer verloren gehen sollen. Es beginnt eine aufregende Reise durch ihnen unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis, das Fantasieland, das Abstrakte Denken und die Traum Produktion, die von den beiden Emotionen alles abverlangt – auch, über den eigenen Gefühlsrand hinauszuwachsen …

Eckdaten:
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 11. Februar 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 91 Minuten

Cover:
Das Cover finde ich persönlich etwas nichtssagend. Ich habe es gesehen und konnte mir so überhaupt nichts unter diesem Film vorstellen. Wäre mir der Film nicht wärmstens empfohlen und gleichzeitig in die Hand gedrückt worden, wäre er vollkommen an mir vorübergegangen.

Meinung:
Es ist ein Pixar, muss ich mehr sagen? Die Charaktere sind wirklich süß und sympathisch und natürlich mit vielen kleinen, niedlichen Details ausgestattet. Natürlich ist es reine Fiktion, aber gerade als Eltern kann man sich das Gefühlschaos im Kopf des Kindes mit diesen süßen Charakteren ganz besonders gut vorstellen. Während meine Tochter (3) jedoch so überhaupt nichts mit der Handlung anfangen konnte, habe ich Rotz und Wasser geheult. Während sie nur fragend den Absturz diverser Inseln, die ihr im Film näher kennenlernen werdet,, verfolgte, nahmen mein Mann und ich die Kleine ganz fest in die Arme. Und ich griff  – mal wieder – nach den Taschentüchern.

Letztendlich weiß man die Handlung glaube ich auch erst zu schätzen, wenn man ein gewisses Alter hat. Für die Kleinen ist das Thema zu komplex und für die Größeren nicht spannend genug. Für Eltern, mit einem Faible für Kinderfilme – wie mich, war es jedoch eine tolle Abwechslung.
Zudem kann man, wenn man sich beim nächsten Tränen-Schluchz-Rumroz-Wutanfall des eigenen Kindes, diese kleinen Schaltzentralenbewohner vorstellt, alles etwas leichter nehmen.

Empfehlung:
Klare Kaufempfehlung für die Erwachsenen.