Rezension: Ángels Decke: eine zweisprachige Geschichte

Klappentext:
Die Geschichte von Ángel und seiner Decke spielt in den Anden. Dort lebt der Hirtenjunge mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Sein kostbarster Besitz ist eine Decke. Diese Decke nimmt er mit, egal wohin er geht, sogar zum Schafe hüten. Doch in einer kalten Nacht trifft er Menschen, die noch weniger besitzen als er.

Die eindrucksvollen, farbenfrohen Bilder entführen in die Welt der Anden. Geeignet zum Vorlesen und Selberlesen für Kinder ab 4 Jahren passt das Buch auch gut in die Weihnachtszeit.

Buch:
Autor: Marion von Vlahovits
Verlag: Books on Demand; (30. September 2015)
Seiten: 52
Sprache: Deutsch, Spanisch
ISBN-10: 3738605266
ISBN-13: 978-3738605266
Preis Taschenbuch: 12,90 €
Preis Kindle: 4,99 €

Cover
Ich bin etwas zwiegespalten. Es ist gerade durch seine warmen Farben sehr ansprechend. Das Bild macht neugierig und spiegelt sehr gut wieder, was einen im Inneren des Buches erwartet.  Die Gliederung ist jedoch sehr klar und mitunter etwas hart, was es für ein Kinderbuch – in meinen Augen – fast zu nüchtern erscheinen lässt. Aber das ist Geschmackssache und tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Inhalt / Stil
Zu beginn muss ich sagen, dass meine Tochter noch unter der Altersempfehlung liegt. (Ab 4 Jahren) Dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen uns gemeinsam auf die Couch zu legen und das Buch auf Herz und Nieren zu prüfen.
Gerade nach den Feiertagen, üppigem Essen und reichlich Geschenken, war mir das Buch mehr als willkommen. Denn es zeigt auf sehr kindgerechte Weise, dass es nicht allen Menschen so gut geht und man gerade die kleinen Dinge im Leben schätzen sollte.

Begeistert haben uns beide die leuchtenden, ganzseitigen Bilder, auf denen wir einiges entdecken konnten. Die Sprache ist klar, die Sätze nicht zu lang und dadurch ist der Inhalt auch für eine fast Dreijährige gut verständlich.

Die Geschichte ist sehr schön und greift in Teilaspekten noch einmal die Weihnachtsgeschichte auf. Gerade gegen Ende hat es mir kurz die Tränen in die Augen getrieben, weil ich von Ángels selbstlosem Handeln und der Reaktion der Dorfgemeinschaft sehr berührt war. Dennoch sollte man, gerade mit kleinen Kindern, nicht ganz unvorbereitet ans Werk gehen. Denn die ärmlichen Verhältnisse, der Stellenwert der Decke, der Tod des Großvaters usw. werfen gerade bei kleinen Kindern Fragen auf, die beantwortet werden sollten. Daher sollte man sich hier ggfs. im Vorfeld schon einmal das Buch alleine durchlesen und sich einige Gedanken machen.

Bezüglich der spanischen Texte kann ich mich nur auf die Aussage Anderer verlassen, da ich selbst dieser Sprache nicht mächtig bin. Hier wird aber demnach die Geschichte eben so schön wiedergegeben wie auch im Deutschen.

Positiv aufgefallen sind mir am Ende noch die Erläuterungen, die den Wissensschatz von Eltern wie Kindern noch ein wenig erweitern. Ebenso die Möglichkeit für die Kinder selbst aktiv zu werden und zu malen. Meine Tochter ist direkt losgesprintet um ihre Stifte zu holen.

Meinung:
Natürlich ist das Buch keine ganz leichte Kost. Wenn man sich dessen aber bewusst ist, bedeutet es schon bei den ganz Kleinen den Sinn dafür zu schärfen, was wirklich wichtig ist: Die Familie und die Bereitschaft selbst dann noch zu helfen, wenn man selbst fast nichts besitzt. Der Lohn dafür ist das man im Gegenzug Hilfe erhält und dieses Verhalten auch Wertschätzung erfährt.

Zudem kam ich selbst schon in die Bredouille, ein zweisprachiges Kinderbuch verschenken zu wollen. Der diesbezügliche Markt ist ziemlich beschränkt und erhält mit diesem Buch eine ganz klare Bereicherung.

Empfehlung:
Klare Kaufempfehlung

 

Rezension: Gute Nacht, kleiner Stern!

Klappentext:
Alles Gute, kleiner Stern! Eine allerliebste Gutenachtgeschichte für Kuschelkinder. Vor dem Zubettgehen sehen der kleine Bär und der große Bär noch einmal nach den Sternen. Doch ein kleiner Stern scheint heute nicht so hell wie die anderen. Sofort suchen die Bären nach einer Möglichkeit, ihm zu helfen. Mit der Leiter klettern sie zu dem kleinen Stern hinauf und setzen ihm eine Mütze auf. Jetzt geht es dem kleinen Stern bestimmt bald wieder besser und der kleine Bär kann ganz beruhigt einschlafen. Susanne Lütje und Eleni Zabini erzählen und zeigen eine poetische Gutenachtgeschichte in wunderschönen, malerischen Bildern und mit liebevollen Reimen zum Mitsprechen.

Buch:
Autorin: Susanne Lütje
Illustratorin: Eleni Zabini
Gebundene Ausgabe: 16 Seiten
Verlag: Oetinger; Auflage: 2 (1. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789173525
ISBN-13: 978-3789173523
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 1 – 3 Jahre
Preis gebundene Ausgabe: 5,95 €
Preis Kindle: 4,99 €
(Stand 19.02.2015)

Meinung:
Dieses Buch gehört zu den meist gelesenen Gutenachtgeschichten meiner Tochter. Das Vortragen ist jedoch zumeist dem Papa vorbehalten. Dies könnte daran liegen, dass dem großen Bär der »Papa« einfach auf den Leib geschrieben ist.

Die ersten Male beim Lesen gibt es einige Sätze und Wörter, über die man stolpert: Der heisere Stern, der Sternenmondenschein … Entweder man lebt damit, oder improvisiert etwas. Bei uns ist es seither nur noch der Sternenschein. 😉

Alles in allem sind Geschichte, Text und Illustration gelungen und sehr süß. Man liest es immer wieder gerne, ohne genervt zu sein.
Preis/Leistung für die Printausgabe ist völlig in Ordnung.
Das Buch hat dicke Seiten, ist sehr haltbar und robust.

Empfehlung:
Klare Kaufempfehlung

 

Rezension: Tock! Tock! Darf ich bei dir schlafen? 

Klappentext:

Am Abend sehnen sich die Tiere auf dem Hof ins warme Bauernhaus. Und so klopfen sie – Tock! Tock! – eins nach dem anderen an die Tür und schlüpfen in das Bett des kleinen Luca. Mit großen Ausklappseiten.

Buch:
Pappbilderbuch: 14 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (1. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473434388
ISBN-13: 978-3473434381
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre
Preis: 10,99 € (Stand 04.02.2015)

Meinung:
Tock! Tock! Darf ich bei dir schlafen?

Diese Frage kann man nur mit einem »Ja!« beantworten. Und wenn es nach meiner Tochter geht, jeden Abend.

Sie liebt dieses Buch heiß und innig. Was mittlerweile zur Folge hat, dass Mama und Papa den Text auch im Auto auf dem Weg zur Kita aufsagen können.
Aber nicht nur unsere Maus ist in dieses Buch verliebt. Mir geht es nicht viel besser. Die Zeichnungen sind sehr süß und es wirkt einfach sehr harmonisch und friedlich. Wie in einem richtigen Familienbett.

Luca lässt alle bei sich im Bett schlafen und alle Tiere sind sehr zufrieden mit der kuscheligen Gemeinschaft.  Bis Luca am Ende selbst lieber in den Stall schleicht, um sich dort ein ruhiges Plätzchen mit seinem Teddy im Stroh zu suchen.

Die ein oder andere Mami wird sich hier sicherlich wiedererkennen. Mir geht es auf jeden Fall so.

Empfehlung:
Klare Kaufempfehlung

 

Rezension: ministeps® Bücher: Wenn kleine Tiere müde sind: Erste Reime für die gute Nacht. Ab 12 Monaten

Klappentext:
Alle müssen mal schlafen gehen, auch die kleinen Tiere. Wer sie so friedlich und aneinander gekuschelt einschlafen sieht, dem fallen auch selbst bald die Äuglein zu. Ein wunderbar stimmungsvolles Bilderbuch mit kurzen, gereimten Texten, das Eltern sehr gut in ein beruhigendes Abendritual einbinden können.

Buch:
Gebundene Ausgabe: 24 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 25 (1. Januar 2005)
Alter:12 Monate +
Preis: 7,95 € (Stand 02.02.15)

Meinung:
Die Auswahl an Gutenachtgeschichten für Zwerge unter 24 Monaten ist leider etwas beschränkt. Daher freute ich mich umso mehr, als ich über dieses kleine Büchlein stolperte. Süße Bilder, kurzer Text: Perfekt zum Einschlafen? Leider nicht ganz.
Ana Weller (Illustratorin) hat ihren Job wirklich sehr gut gemacht. Es gibt einiges zu entdecken, die Bilder sind kindgerecht und einfach süß. Mini-Maus und ich waren beide sehr angetan.
Der Hund liegt eindeutig beim Text begraben. Natürlich ist er dem empfohlenen Alter angepasst, kurz und nett. Doch beim Vorlesen konnte ich mich des Eindrucks von »Reim dich oder ich freß dich« einfach nicht erwehren. So ist es nicht verwunderlich, das besagtes Buch, nachdem alle Bilder eingehend studiert wurden, schnell im Bücherschrank gelandet ist. Dafür war es mir leider eindeutig zu teuer.

Empfehlung:
Eingeschränkte Kaufempfehlung