Rezension: Alles steht Kopf (Film)

Hallo ihr Lieben,
hier bin ich wieder. Dauermüde, aber gut gelaunt. Ok, meistens … Denn auch wenn ich vor der Schwangerschaft emotional, wie der eine oder andere Bayer sagen würde, »eine ziemlich harte Brezn« war, gehör das der Vergangenheit an. Jetzt fang ich an wie ein Wasserfall zu heulen, wenn ich im Radio was über einen Jungen höre, der taub geboren wurde, aber dank eines Implantates hören kann. Und dessen Oma gleich, nachdem die Taubheit bekannt wurde, in den nächsten Gebärdensprachenkurs gerannt ist.
Ich muss glaube ich nicht extra erwähnen, dass dieser kleine emotionale Aussetzer mein sorgfältig aufgetragenes Make-up ruiniert hat. Und ich innerhalb von 30 Sekunden aussah wie ein bekiffter Waschbär. So kann man den Tag doch gleich mal starten lassen …

Dieses ständige emotionale Durcheinander bringt mich direkt zum heutigen Thema:
„Alles steht Kopf“.Wer den Film schon gesehen hat, wird an dieser Stelle wahrscheinlich schmunzeln und sich vielleicht mit mir die Emotionen zusammen als kleine Party vorstellen, bei der »Freude« und »Kummer« locker das Tanzbein schwingen. Uns sich natürlich gerne einmal gegenseitig die Führung überlassen.
Wer den Film noch nicht gesehen hat: Mach es! 😀
Auch wenn der Pixarstreifen auf den ersten Blick als Kinderfilm getarnt ist und auch eine FSK „0“ Freigabe hat, sind die wahre Zielgruppe die Erwachsenen. Das ist wohl auch der Grund warum er 2015 ziemlich sang- und klanglos im Nirwana verschwand, bis er jetzt endlich auf DVD rauskam.

Beschreibung:
Im Hauptquartier, dem Kontrollzentrum im Kopf der elfjährigen Riley, leisten fünf Emotionen Schwerstarbeit: Angeführt von der optimistischen FREUDE, die Riley immer nur glücklich sehen möchte, sorgt sich ANGST ständig um Rileys Sicherheit, während WUT auf der Suche nach Gerechtigkeit bisweilen die Hutschnur platzt. Und die aufmerksame EKEL schützt den Teenager davor, sich zu vergiften – körperlich oder mental. Nur die unglückliche KUMMER weiß nicht so Recht, was ihre Aufgabe ist – nun ja, die anderen offensichtlich aber auch nicht. Als Rileys Familie eines Tages vom Land in eine fremde große Stadt zieht, sind die Emotionen gefragt, Riley durch die bislang schwerste Zeit ihres Lebens zu helfen. Aber als FREUDE und KUMMER durch ein Missgeschick tief im Gedächtnis des Mädchens verschwinden, liegt es an den anderen drei Emotionen, das Chaos in den Griff zu bekommen. Dummerweise haben FREUDE und KUMMER versehentlich wichtige Kernerinnerungen von Riley mitgenommen und müssen diese nun unbedingt ins Hauptquartier zurückbringen, wenn sie nicht für immer verloren gehen sollen. Es beginnt eine aufregende Reise durch ihnen unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis, das Fantasieland, das Abstrakte Denken und die Traum Produktion, die von den beiden Emotionen alles abverlangt – auch, über den eigenen Gefühlsrand hinauszuwachsen …

Eckdaten:
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 11. Februar 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 91 Minuten

Cover:
Das Cover finde ich persönlich etwas nichtssagend. Ich habe es gesehen und konnte mir so überhaupt nichts unter diesem Film vorstellen. Wäre mir der Film nicht wärmstens empfohlen und gleichzeitig in die Hand gedrückt worden, wäre er vollkommen an mir vorübergegangen.

Meinung:
Es ist ein Pixar, muss ich mehr sagen? Die Charaktere sind wirklich süß und sympathisch und natürlich mit vielen kleinen, niedlichen Details ausgestattet. Natürlich ist es reine Fiktion, aber gerade als Eltern kann man sich das Gefühlschaos im Kopf des Kindes mit diesen süßen Charakteren ganz besonders gut vorstellen. Während meine Tochter (3) jedoch so überhaupt nichts mit der Handlung anfangen konnte, habe ich Rotz und Wasser geheult. Während sie nur fragend den Absturz diverser Inseln, die ihr im Film näher kennenlernen werdet,, verfolgte, nahmen mein Mann und ich die Kleine ganz fest in die Arme. Und ich griff  – mal wieder – nach den Taschentüchern.

Letztendlich weiß man die Handlung glaube ich auch erst zu schätzen, wenn man ein gewisses Alter hat. Für die Kleinen ist das Thema zu komplex und für die Größeren nicht spannend genug. Für Eltern, mit einem Faible für Kinderfilme – wie mich, war es jedoch eine tolle Abwechslung.
Zudem kann man, wenn man sich beim nächsten Tränen-Schluchz-Rumroz-Wutanfall des eigenen Kindes, diese kleinen Schaltzentralenbewohner vorstellt, alles etwas leichter nehmen.

Empfehlung:
Klare Kaufempfehlung für die Erwachsenen.

 

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